In diesem Fall, liebe(r) Orgyen, ist mir nicht nach scherzen zumute. Es ist mir bitter ernst.
Der Würgegriff wird von Tag zu Tag enger - und wir laufen sehenden Auges in die Falle. Das ist dermaßen bitter. Und noch bitterer ist, dass nicht mal die Studenten - früher immer das Gegengewicht in solchen Fällen - auf die Staße gehen.
Das Schlimmste daran ist, dass ich glaubte, es läge an meiner Katastrophisierungs-Tendenz dass mir alles so erscheint, wie du es geschildert hast. Aber es ist wahr, wir machen Rückschritte und keiner merkt es?
Doch, doch, Ultra-Crispy. Bemerkt wird es schon. Nur ist es den Menschen hier momentan offenbar viel wichtiger, ein mehr oder weniger volles Portemonnaie zu haben als frei denken, reden und handeln zu können. Und wenn das nicht bitter ist, dann weiß ich nicht, was bitter ist. Da wird das Resultat von 2000 Jahren Kampf für Freiheit und Demokratie für ein Eigenheim, ein neues Auto oder auch nur einen vollen Magen (wobei letzteres ja noch irgendwie verständlich ist) verscherbelt.
Aber wie gesagt: wenn's so kommt, haben wir (bzw. die, die es erleben werden) es auch nicht besser verdient.
Das ist ja das Schwierige. Offenbar wird meine Sicht der Dinge nur von Wenigen geteilt oder es ist den Neisten einfach nicht wichtig genug.
Und dann kannst Du nicht viel mehr tun als zu versuchen, die menschen aus ihrer Lethargie zu reißen.
Doch wenn ich so sehe, wie wenige sich schon hier - bei solchen Beiträgen - zu Wort melden (ich mach das ja nicht zum ersten Mal) dann ist meine Hoffnung, dass sich etwas ändert, doch sehr gering.
Wenn es dagegen darum geht, dass die GHZ uns jetzt auch noch für unsere Computer Geld abknöpfen will oder dass irgendetwas anderes teurer wird, dann kannst du mit großem Zuspruch rechnen. Dabei ist das doch wirklich nur ein Ärgernis. Zwar unangenehm, aber nicht zu vergleichen mit den von mir angesprochenen Punkten. Oder?
Ich werde da mal drüber nachdenken. Ich lese nämlich gerade in einem Buch, wie Behinderte in den 70er Jahren mit Aktionen die Abflachung von Bürgersteigen und Errichtung rollstuhlgerechter Telefonzellen erwirkt haben.
Ich denke im obigen Fall ist es etwas schwieriger, einen Haufen Menschen "gleicher Gesinnung" zusammen zu bekommen.
Diei Schwierigkeit liegt darin, dass das Problem globaler Natur ist. Hier werden Lebensmittel vernichtet, dort stibt alle paar Sekunden ein Kind an Hunger. Wenn alles Gerecht in der Welt zugehen würde, müsste keiner hungern. So wohl auch mit der Energie, wir sind doch noch nicht über die Steinzeit hinausgewachsen, Energie ist für uns: Feuerchen. Jedenfalls im großen ganzen. Ich hab echt keine große Ahnung davon, aber ich wundere mich schon, dass nicht mehr auf alternative/regenerative Energiegewinnung im großen Maße gesetzt wird. Dem stehen wohl massive Interessen gewisser Gruppen entgegen.
Vermutlich ist noch nicht alles Potential an Wertschöpfung ausgereizt.
Ich geh davon aus, das es in absehbarer Zeit knallt ( siehe Frankreich). Hier dauert es noch was, bis wir alle begriffen haben, dass das Leben eben mehr ist als die Plastikexistenz, die uns geboten wird
Irgendwie hatte ich hier gerade einen ellenlangen Kommentar geschrieben - und jetzt isser weg. Sowas hab ich ja nicht mehr erlebt seit 20/666. Scheiße!
Weil, lieber Orgyen, Flucht in der heute so kleinen Welt keine Option mehr darstellt. Drei Tage später sind sie auch da.
Und weil man für seine Ideale einstehen sollte, da sonst nur allzubald das Pack regiert. Unsere Vorfahren sind für unsere Freiheiten gestorben. Da wäre es nicht der rechte Dank, sich einfach zu verdünnisieren, finde ich. Zumindest nicht, ohne vorher den Versuch zu starten, das Ruder herumzuwerfen.
Ich verdünne mich ja nicht - ich gehe ins Exil, schliesslich werde ich als Heide verfolgt, denn ich habe keinerlei Ideale, die ich vertreten könnte
Und wenn jemand von mir verlangt, ich soll mich in die Bajonette stürzen, dann erledige ich das vorher lieber selber und geh ins Wasser. Ich rede nicht für andere Menschen, sondern nur für mich und Crispy sagt: Crispy schliesst sich niemanden an!
Du hast natürlich Recht, Don, aber ich muss bei Flucht immer auch ans dritte reich denken und die, die früh genug entkamen konnten, wenigstens einige, von außen etwas unternehmen.
Das Problem mit der kleinen Welt hab ich auch , so richtig weiß ich auch nicht, wohin. Kanada find ich aber nicht übel.
Und wenn sich das Ruder nicht drehen ließ, ist Flucht durchaus legitim, vielleicht sogar vorher, finde ich.
Irgendwie habt Ihr ja beide recht. Ich befürchte nur, dieses Mal ist das Phänomen weltweit und man wird nirgends sicher sein. Und wenn's so kommen sollte, dann geh ich mit dir zusammen ins Wasser, liebe Crispy, Versprochen. Denn das Elend tue ich mir garantiert nicht an.
Der Würgegriff wird von Tag zu Tag enger - und wir laufen sehenden Auges in die Falle. Das ist dermaßen bitter. Und noch bitterer ist, dass nicht mal die Studenten - früher immer das Gegengewicht in solchen Fällen - auf die Staße gehen.
Doch, doch, Ultra-Crispy. Bemerkt wird es schon. Nur ist es den Menschen hier momentan offenbar viel wichtiger, ein mehr oder weniger volles Portemonnaie zu haben als frei denken, reden und handeln zu können. Und wenn das nicht bitter ist, dann weiß ich nicht, was bitter ist. Da wird das Resultat von 2000 Jahren Kampf für Freiheit und Demokratie für ein Eigenheim, ein neues Auto oder auch nur einen vollen Magen (wobei letzteres ja noch irgendwie verständlich ist) verscherbelt.
Aber wie gesagt: wenn's so kommt, haben wir (bzw. die, die es erleben werden) es auch nicht besser verdient.
Und dann kannst Du nicht viel mehr tun als zu versuchen, die menschen aus ihrer Lethargie zu reißen.
Doch wenn ich so sehe, wie wenige sich schon hier - bei solchen Beiträgen - zu Wort melden (ich mach das ja nicht zum ersten Mal) dann ist meine Hoffnung, dass sich etwas ändert, doch sehr gering.
Wenn es dagegen darum geht, dass die GHZ uns jetzt auch noch für unsere Computer Geld abknöpfen will oder dass irgendetwas anderes teurer wird, dann kannst du mit großem Zuspruch rechnen. Dabei ist das doch wirklich nur ein Ärgernis. Zwar unangenehm, aber nicht zu vergleichen mit den von mir angesprochenen Punkten. Oder?
Ich denke im obigen Fall ist es etwas schwieriger, einen Haufen Menschen "gleicher Gesinnung" zusammen zu bekommen.
Vermutlich ist noch nicht alles Potential an Wertschöpfung ausgereizt.
Ich geh davon aus, das es in absehbarer Zeit knallt ( siehe Frankreich). Hier dauert es noch was, bis wir alle begriffen haben, dass das Leben eben mehr ist als die Plastikexistenz, die uns geboten wird
Und weil man für seine Ideale einstehen sollte, da sonst nur allzubald das Pack regiert. Unsere Vorfahren sind für unsere Freiheiten gestorben. Da wäre es nicht der rechte Dank, sich einfach zu verdünnisieren, finde ich. Zumindest nicht, ohne vorher den Versuch zu starten, das Ruder herumzuwerfen.
Und wenn jemand von mir verlangt, ich soll mich in die Bajonette stürzen, dann erledige ich das vorher lieber selber und geh ins Wasser. Ich rede nicht für andere Menschen, sondern nur für mich und Crispy sagt: Crispy schliesst sich niemanden an!
Das Problem mit der kleinen Welt hab ich auch , so richtig weiß ich auch nicht, wohin. Kanada find ich aber nicht übel.
Und wenn sich das Ruder nicht drehen ließ, ist Flucht durchaus legitim, vielleicht sogar vorher, finde ich.